Das Mesnerzeichen verbindet in einem einzigen Symbol wesentliche Elemente des Mesnerdienstes und des christlichen Glaubens.
Seine Form ist bewusst als Schlüssel gestaltet.
Der Schlüssel
Betrachtet bzw. dreht man das Mesnerzeichen entsprechend, wird die Form eines Bartschlüssels erkennbar.
Der Schlüssel erinnert an eine der ältesten und unmittelbarsten Aufgaben des Mesners: Ihm ist das Gotteshaus anvertraut.
Doch dieses Anvertrautsein geht über das Öffnen und Schließen einer Kirchentür hinaus. Mesnerinnen und Mesner tragen Sorge für einen besonderen Ort, einen Ort des Gebetes, der Liturgie, der Begegnung und der Gegenwart Gottes.
Das Christuszeichen
Im oberen Bereich des Mesnerzeichens befindet sich das Christusmonogramm.
Die miteinander verbundenen griechischen Buchstaben Chi (Χ) und Rho (Ρ) stehen für Christus.
Damit verweist das Zeichen auf die Mitte des Mesnerdienstes: Jesus Christus.
Die vielfältigen praktischen Aufgaben des Mesners stehen nicht für sich allein. Sie dienen letztlich der Feier des Glaubens und dem Gotteshaus als Ort der Begegnung mit Christus.
Weihrauch und Opferschale
Ein weiteres Element des Mesnerzeichens ist die Opferschale mit aufsteigendem Weihrauch.
Weihrauch gehört seit Jahrhunderten zur Liturgie der Kirche. Sein Aufsteigen ist ein Zeichen des Gebetes und der Verbindung mit Gott.
Für den Mesnerdienst erinnert dieses Symbol zugleich daran, dass die Vorbereitung und Begleitung der Liturgie zu den wesentlichen Aufgaben des Mesners gehören.
Die drei Kreuze
Am Schlüsselbart befinden sich drei kleine Kreuze.
Sie gehören zur überlieferten Gestaltung des Mesnerzeichens. Eine Deutung sieht in den drei Kreuzen einen Hinweis auf den dreieinigen Gott
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Eine eindeutige historische Quelle für diese konkrete Deutung konnte bislang nicht festgestellt werden. Deshalb verstehen wir sie als mögliche geistliche Deutung des überlieferten Zeichens.
Ein gemeinsames Zeichen der Mesner
Das Mesnerzeichen ist nicht allein ein Zeichen des Freiburger Mesnerverbandes.
Seine Geschichte reicht bis zum ersten internationalen Sakristanenkongress 1950 in Rom zurück.
Es wurde von Mesner- und Sakristanenverbänden verschiedener Länder und insbesondere auch von den süddeutschen Mesnerverbänden verwendet.
Das Zeichen verbindet damit Mesnerinnen und Mesner über die Grenzen einzelner Diözesen hinweg.
Der Schlüssel erinnert an das anvertraute Gotteshaus. Das Christuszeichen weist auf die Mitte unseres Dienstes. Der Weihrauch steht für Gebet und Gottesdienst.
So wird das Mesnerzeichen zu einem sichtbaren Zeichen dessen, wofür Mesnerinnen und Mesner ihren Dienst tun:
Gottes Haus anvertraut. Christus dienen. Kirche mitgestalten.